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Gerhard Schone Röslein Im Schnee Lyrics

Last updated: 07/20/2011 11:00:00 AM

Blutiger Schnee, verlassene Höfe,
Pommernland ist abgebrannt.
März 45, Russen und Deutsche
kämpfen zäh um einen See.

Der See zugefroren, und von beiden Seiten
dann und wann ein Feuerstoß.
Granateneinschläge, dann wieder Stille.
Und das Eis glitzert weiß.

Plötzlich ein Raunen,
ein Schrecken, ein Staunen:
Da - eine Frau mittendrin!
Zwischen den Fronten
läuft sie in gekonnten
Figuren mit Schlittschuhen dahin.

Sie zeichnet leise
Pirouetten und Kreise,
zärtlich ins Eis, auf dem See.
Rot glühn die Bäckchen,
knallrot auch ihr Jäckchen.
Ein gutes Ziel.
Leichtsinn und Spiel.
Röselein, Röslein im Schnee.

Die Männer verwirrt, auf beiden Seiten.
Jedes Fernglas ist besetzt.
Offene Münder. Flehende Blicke:
Lauf, ja lauf! Hör noch nicht auf!

Lange drei Stunden wird niemand es wagen,
diesen Frieden zu zerstörn.
Erbitterte Feinde, Russen und Deutsche halten still,
weil sie es will.

Sie tanzt besessen,
den Krieg zu vergessen.
Zwischen den Fronten allein.
In den Gedanken,
die Feindbilder schwanken.
Hunger nach Frieden kehrt ein.
Sie zeichnet leise Pirouetten und Kreise,
zärtlich ins Eis, auf den See.
Rot glühn die Bäckchen,
knallrot auch ihr Jäckchen.
Im eisigen Wind duftet es lind.
Röselein, Röslein im Schnee.





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