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Gerhard Schone Der Maler Lyrics

Last updated: 07/20/2011 11:00:00 AM

Am Ende der Straße, wo die Sternschnuppen hinfalln,
da steht ein buckliges Häuschen im Wind.
Hier wohnte der Maler Francesco bescheiden
mit der Freundin Henriette und dem Malzeug im Spind.

Oft waren die beiden verzweifelt und hungrig,
denn ihre Taschen war`n leer wie ein Loch.
Dann malte er ihr etwas kleines Verrücktes,
und mit knurrenden Mägen lachten sie doch.

Einmal, als ihnen fast schwarz vor Augen,
malte Francesco ein duftendes Brot,
und auf das Tischtuch den Milchkrug, die Früchte.
Sie aßen und tranken, vorbei war die Not.

Ref.: So jedenfalls soll es gewesen sein.
So jedenfalls sagen die Großmütter hier.
So jedenfalls soll auch die Kraft deiner Träume sein!
So jedenfalls wünsch ich es dir.

Einst rief man Francesco zum Fürsten des Landes,
er solle ihn malen mit Heiligenschein.
Francesco gehorchte und malte am Ende
zwei zierliche Hörner in das Antlitz hinein.

Man brachte dem Fürsten das Bildnis der Wahrheit.
Die Wutader lief ihm schwarz an im Gesicht.
Er schickte die Häscher, Francesco zu greifen;
die suchten sein Haus, doch sie fanden es nicht.

Längst hatte Francesco das Gras und die Landschaft
perfekt an die Hauswand gemalt, Stück um Stück.
Die Häscher, sie holten sich Beulen im Freien
und liefen zerschlagen zum Fürsten zurück.

So jedenfalls ...

Beim Schlendern im Mondschein ergriffen die Häscher
den wehrlosen Maler und warfen ihn grob
hinein in den Kerker. Francesco durchsuchte
die Taschen und fand etwas Kreide, gottlob!

Der Fürst, der Minister, der Wächter, der Henker,
die stießen am Morgen die Zellentür auf.
Sie sahn an der Decke den Himmel, die Wolken,
an der Wand eine Leiter zum Himmel hinauf.

Und dort verschwand eben ein Fuß in den Wolken.
Francesco der Maler war nicht mehr zu sehn.
Warum seine Freundin darüber nur lachte,
das konnten die Leutchen im Ort nicht verstehn.

So jedenfalls ...





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